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Wohnhaus in London

Baumeister, May 1990

[ Deutsch | English ]

'Am Rande von Londons grünem Stadtteil Hampstead füllt das Wohnhaus des Architekten Richard Nightingale eine sehr schmale Baulücke. Es schmiegt sich dicht an ein vierstöckiges viktorianisches Reihenhaus, welches strenge Bauvorschriften für die Kubatur bedingte.

'So beengt der Anbau von außen auch aussieht, so überraschend großzügig wirkt er innen. Das Herz des Hauses ist ein zweistöckiger, symmetrischer Raum mit einem großen Oberlicht, um den sich aller anderen Räume gruppieren. In dessen Mitte steht ein breiter Kamin, feierlich in Szene gesetzt.

'Die Inszenierung des Raumes stand für die Architekten im Vordergrund, das Tragwerk selbst tritt zurück. In der Entwurfsphase wurde dir Raumwirkung immer wieder am Modell überprüft und perfektioniert, bis schließlich trotz beengter Platzverhältnisse Großzügigkeit und transparenz spürbar wurden. Die Architekten leisteten viel Eigenarbeit beim Bauen, und auch dabei wurde immer noch geändert, verbessert.

'Auf so engem Raum kommt es auf die Details an. So erhielten zum Beispiel die Fensternischen bequeme Sitzbänke, und die Bücher wurden in der breiten Balustrade der Galerie untergebracht. Die sorgfältige Auswahl der Materialien macht das Haus zu einem Schmuckstück, zu einer Art Miniaturvilla.'

Standort: Hampstead / London, Großbritannien
Bauzeit: 1984 - 1988

Bauherr: Richard Nightingale, London
Architekten: Hugh Cullum und Richard Nightingale, London, mit R. J. Bartlett (Ingenieur)


Infill Villa in London, GB

'Architect Richard Nightingale's townhouse in London's Hampstead was built on a tiny, 4.5 meter wide site, snuggled up against a four-storey Victorian semi. In spite of the size limitations imposed by zoning regulations, the building offers a suprisingly spacious interior.

'Heart of the house is a double-height symmetrical room with large skylight and other rooms grouped around it. A wide fireplace dominates the room's center.

'Since the architect's primary concern was to create a feeling of space and transparency, considerable planning of the interior was done with models. Both men also worked on the construction themselves and continually changed and approved their concept.

'Details are vital in such limited space: here, for example, seat bankettes are integrated in to window niches and bookcases are built into the wide gallery balustrade. Careful selection of materials have also helped transform the tiny house into a miniature villa.'